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Locklösungen in der parenteralen Ernährung

Inhaltsstoffe, Wirksamkeit, und Empfehlungen

Verschiedenen medizinische Ursachen können dazu führen, dass Patienten Probleme damit haben, Nahrung aufzunehmen oder zu verdauen.

  • Kurzdarmsyndrom
  • Versagen des Gastrointestinal- (GI-)Trakts
  • Schwerwiegende Erkrankungen
  • Andere

Diese Probleme betreffen sowohl ältere als auch junge Erwachsene, Kinder und sogar Säuglinge. Wenn die regelmäßige Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist, können die Patienten teilweise oder vollständige parenterale Ernährung benötigen (PPE oder TPE). In diesen Fällen werden dem Betroffenen Nahrungsmittel durch einen im Brustbereich plazierten zentralvenösen Zugang (ZVK) zugeführt. Diese ZVKs sind lebensnotwendig, stellen jedoch auch beachtliche Risiken dar. Unsere Locklösungen bieten diesen Patienten Schutz vor katheterabhängigen Komplikationen.

TauroLock™ für Patienten mit parenteraler Ernährung

Vaskulärer Zugangssysteme (ZVK) wie etwa Katheter können schnell zur Brutstätte für Keime werden. Dies stellt eine besondere Bedrohung für Menschen dar, deren Gesundheit bereits angegriffen ist: Wussten Sie, dass katheterabhängige Infektionen eine häufige Todesursache von TPE Patienten sind? (Sun Y, Wan G, Liang L (2020): Taurolidine lock solution for catheter-related bloodstream infections in pediatric patients: A meta-analysis. PLoS ONE 15(4): e0231110.) Mit diesem Wissen haben wir spezielle Locklösungen entwickelt, um den Prozess der parenteralen Ernährung sicher, bequem und einfach in der Handhabung zu gestalten. Alle unsere Produkte enthalten einen wichtigen Inhaltsstoff:

Die antimikrobielle Substanz Taurolidin tötet mehr als 500 verschiedene Keime.

Neben den Infektionen müssen Patienten auch das Auftreten von Okklusionen vermeiden. Kontakt mit Blut, insbesondere an der Katheterspitze, kann zu gravierender Koagulation von Blut führen. Deshalb bieten wir auch Locklösungen mit Zusatz von antikoagulativen oder fibrinolytischen Substanzes an, die zu einer angemessenen Flussrate beitragen: Citrat, Heparin oder Urokinase.

TauroLock™ in der parenteralen Ernährung

TauroLock™ enthält neben Taurolidin 4 % Citrat. Diese Kombination verhindert die Bildung eines infektiösen Biofilms und der Okklusion im Katheter. Diese Locklösung besitzt also antiseptische als auch anti-okklusive Eigenschaften.

 

NutriLock™ in der parenteralen Ernährung

Einige Patienten reagieren auf Citrat mit Hypocalciämie (d.h. niedrigeren Calcium-Werten). Mögliche Symptom sind ein vorübergehendes Kribbeln der Finger und ein metallischer Geschmack. Sollten Patienten – insbesondere kleine Kinder – diese Nebenwirkungen vermeiden wollen, empfehlen wir NutriLock™. Diese Locklösung ist citrat-frei, wirkt aber ebenso wie TauroLock™ bakterizid und fungizid. 

 

TauroLock™-HEP100 in der parenteralen Ernährung

Zusätzlich zu Taurolidin und 4 % Citrat enthält TauroLock™-HEP100 außerdem 100 IE Heparin pro ml. Heparin ist ein Antikoagulans, d.h. es trägt dazu bei Okklusionen zu verhindern, die auch an der Katheterspitze entstehen. Diese Locklösung hilft Patienten mit zentralvenösen Zugängen also Infektionen zu vermeiden und die Flussrate im Katheterlumen zu verbessern. 

TauroLock™-U25.000 in der parenteralen Ernährung

Als eine weitere Alternative bieten wir eine Locklösung bestehend aus Taurolidin, 4 % Citrat, und 25.000 IE Urokinase. Mit dem Thrombolytikum Urokinase sichert  TauroLock™-U25.000 eine hohe Durchgängigkeit und starken Schutz vor Katheter-assoziierten Infektionen. 

 

Alle hier genannten Inhaltsstoffe sind in aktuellen Leitlinien zugelassen und empfohlen (ERBP, DGfN, UK Ren. Ass., SF2H, und anderen nationalen Leitlinien).

Bitte beachten Sie, dass alle TauroLock™-Produkte von geschultem Personal mit medizinischer Ausbildung und Erfahrung eingesetzt werden sollten. Unter dieser Voraussetzung empfehlen wir folgendes Protokoll:

1. Vor der parenteralen Ernährung:

  • Entfernen Sie TauroLock™/ NutriLock™/ TauroLock™-HEP100/ TauroLock™-U25.000 und etwaige Blutbestandteile aus dem Katheter.
  • Wenn keine Locklösung mehr im Lumen ist, spülen Sie alle Lumina des Zugangssystems mit 10 ml Kochsalzlösung entsprechend der pulsatilen Spültechnik. 
  • Beginnen Sie mit der Zufuhr der parenteralen Ernährung.

 

2. Nach der parenteralen Ernährung:

  • Spülen Sie alle Lumina mit 10 ml Kochsalzlösung entsprechend der pulsatilen Spültechnik. 
  • Klopfen Sie vorsichtig auf den Ampullenkopf, um die Locklösung zu entfernen. 
  • Drehen Sie die Ampulle so, dass Sie den weißen Punkt sehen, und brechen Sie den Ampullenkopf mit einer raschen Bewegung ab. 
  • Wenn Sie TauroLock™-U25.000 verwenden:
  • Rekonstituieren Sie die Urokinase im Durchstechfläschchen mit dem aus der Ampulle aufgezogenem TauroLock™. TauroLock™-U25.000 muss sofort nach Rekonstitution instilliert werden. 
  • Ziehen Sie die TauroLock™-Lösung aus der Ampulle in eine sterile Spritze auf.

 

3. Zwischen den Behandlungen:

  • Um die prophylaktische Wirksamkeit der Lösung sicherzustellen, instillieren Sie ein für das Lumen ausreichendes Volumen in den vaskulären Zugang. 
  • Details zum korrekten Füllvolumen sind auf dem jeweiligen Zugangssystem angegeben, oder beim jeweiligen Hersteller erhältlich.  

Weitere Informationen

Die Gebrauchsanweisungen für unsere Locklösungen in der Dialyse können Sie hier herunterladen: